Dieser Artikel basiert auf einem Text aus Merck's Warenlexikon
Lanolin (gereinigtes Wollfett, lat. Lanolinum, Adeps lanae, frz. Lanoline, engl. Lanolin). Das schon im Altertum als Oesypus medizinisch benutzte Wollfett geriet später in Vergessenheit und wurde erst 1885 wieder von Liebreich als gereinigtes Wollfett in den Arzneischatz eingeführt. Das rohe Wollfett findet sich im Wollschweiß der Schafe und geht beim Waschen der wolle in das Waschwasser der "Wollwäschereien" sowie in das durch Zusatz von Säuren daraus abgeschiedene Wollwaschfett über. Zur Trennung des Wollfettes von den freien oder gebundenen Fettsäuren verwandelt man die letzteren in unlösliche Kalkseifen und zen und schichtet die Lösung über Schwefelsäure, so entsteht an der Berührungsstelle eine Zone von feurig-braunroter Färbung. Ein besonders gut gereinigtes Wollfett wird als Alapurin in den Verkehr gebracht. Während das wasserfreie Wollfett nur im Großhandel, in den Apo
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